Ideen für die Verwaltung

Service für die Bürger – Umsetzung von politischen Beschlüssen

Was macht eigentlich eine gute Verwaltung aus? In erster Linie ist das Rathaus Dienstleister für die Anliegen der Einwohner unserer Gemeinde. Hier können die Bürgerinnen und Bürger unter anderem Personalausweis und Sozialleistungen beantragen, sich über Möglichkeiten zum Bau eines Einfamilienhauses informieren oder die Genehmigung zum Abbrennen eines Osterfeuers einholen. Das Rathaus ist aber auch Dreh- und Angelpunkt für die Vorbereitung und Durchführung der politischen Entscheidungen, die für die Gestaltung unserer Gemeinde wichtig sind. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind daher das A und O für einen hervorragenden Bürgerservice.

Das Rathaus von innen: ein altmodischer Achtzigerjahre-Bau – Bürger sollen sich willkommen fühlen

Wer das Rathaus betritt, fühlt sich in die 80er-Jahre zurückversetzt: Alte Fliesen, „stromfressende“ Halogenleuchten und vergilbte Farben geben nicht das Bild einer modernen Verwaltung ab. Die Innenausstattung ist eher abschreckend als einladend. Im Empfang gibt es keinen Infoterminal, das jetzige System gibt den Bürgerinnen und Bürgern kaum Orientierung, wo sich im Rathaus welche Abteilung befindet. Die Verwaltung ist nicht hell und modern, sondern altmodisch und dunkel. Hier muss sich dringend etwas ändern, damit sich die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde auch willkommen fühlen, wenn sie ins Rathaus kommen.

Odyssee im Rathaus: Alle Dienstleistungen in einem Bürgerbüro bündeln

Wer mit seiner Familie nach Westerkappeln zieht und sich anmelden möchte, erlebt eine Odyssee im Rathaus: Anmeldung in Zimmer 1, Beantragung der Mülltonne in Zimmer 9, Ordnungsamt für die Registrierung des Hundes in Zimmer 3. Und wenn Sie noch Informationen über Ihren Wohnort haben möchten, besuchen Sie noch einmal Zimmer 9 oder die Wirtschaftsförderung in Zimmer 29. Dieses hat alles mit Bürgerfreundlichkeit wenig zu tun. Stattdessen müssen diese Dienstleistungen zusammengefasst und in einem Bürgerbüro angeboten werden

Onlineservice: Verwaltung hinkt digitaler Entwicklung hinterher

Die Verwaltung Westerkappelns hinkt der digitalen Entwicklung hinterher. Die Bürgerinnen und Bürger sollten so bald wie möglich ihre Behördengänge online erledigen können. Bei dieser Umstellung müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf jeden Fall mitgenommen werden. Das erfordert zusätzliches Personal und Geld.

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter

Für einen hervorragenden Bürgerservice in Westerkappeln sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die wichtigste Voraussetzung. Wenn Mitarbeiter sehr häufig wechseln und es zu Konflikten kommt, leiden darunter meist das Arbeitsklima und die Qualität der Arbeit. Auch haben Städte und Gemeinden mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen, d.h. sie haben Probleme, die Stellen angemessen zu besetzen. Diese Herausforderungen lassen sich mit einer Ausbildungsoffensive und gutem Personalmanagement aber sicherlich lösen.

Kosten bei Bauprojekten dürfen nicht mehr aus dem Ruder laufen

Ein weiteres Problem, das in Zukunft dringend gelöst werden muss, ist die Organisation der Bauabteilung. Unsichere Prozesse und Verantwortlichkeiten haben in der Vergangenheit zu Teuerungen und Kostenexplosionen bei Baumaßnahmen geführt. Sowohl die OGTS als auch die Grundschule am Bullerdiek wurden erheblich teurer als ursprünglich geplant. Die Kosten für die Erweiterung der Grundschule sind sogar von 2,5 auf über 5 Millionen Euro gestiegen. Damit das gleiche nicht beim Neubau der Feuerwache passiert und die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, hat die Verwaltung für mehrere hunderttausend Euro einen Projektsteuerer engagiert. Diesen hätte man mit mir als Bürgermeister einsparen können. Mit meiner Erfahrung als Bauingenieur möchte ich das Bauamt unterstützen und so organisieren, dass Bauprojekte in Zukunft kontrolliert und planmäßig umgesetzt werden und der geplante Kostenrahmen eingehalten wird.

Rathaus zu alt und zu eng – Ausgliederung von Bürgerbüro oder ein „Technisches Rathaus“ denkbar

Doch bei all den Überlegungen zu den hier beschriebenen Themen und Problemen stößt man immer auf ein Grundproblem: Das Rathaus ist in seiner Innenausstattung zu alt und die Büros sind zu eng. Um diesen Zustand zu ändern, muss man über möglichst zügige Lösungen nachdenken, wie zum Beispiel die Ausgliederung einzelner Abteilungen. Denkbar wären hier ein Bürgerbüro oder ein „Technisches Rathaus“ für die technischen Ämter.

Fazit:

Meine Ideen zur Verbesserung der Verwaltung sind vielfältig: von der Verbesserung des Bürgerservice durch Digitalisierung und Zusammenfassung aller Dienstleistungen in einem Bürgerbüro bis hin zu einer modernen Innenausstattung des Rathauses kann man hier viel tun. Auch müssen gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels, gehalten und bei neuen Prozessen wie der Digitalisierung innerhalb der Verwaltung mitgenommen werden.

Foto: eigen

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